„Die Goldene Gans nach Güntersberger Art“
 
 

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Anlässlich der 725 Jahrfeier Güntersberges (www.guentersberge-harz.de) fand vom 21. bis 23. Juli 2006 ein besonderes Heimatfest statt.
Finaler Abschluss war die Premiere der Theaterinszenierung „Die Goldene Gans nach Güntersberger Art“ am 23. Juli 2006 um 14.30 Uhr.

Buch und Regie: Sandy Gärtner
Ausstattung und Ton: Jan Gärtner

Frei nach den Brüdern Grimm habe das gleichnamige Märchen so umgeschrieben, dass sich historische Fakten über Güntersberge, aktuelle Bezüge sowie sagen- und märchenhafte Elemente abwechseln und damit zu einem Theatervergnügen für die ganze Familie werden.

Die 26 GüntersbergerInnen, die sich freiwillig für diese Inszenierung meldeten, sind im Laufe von den vier Monaten (jeden Freitag Probe!!!!) zu einem tollen Ensemble geworden.

Natürlich hoffe ich, dass sich das Ensemble- die Theatergruppe „Güntersberger Spitzköppe“ - nicht auflösen wird, sondern wir gemeinsam weitere Inszenierungen auf und über die Bühne bringen!

Auszug aus dem Prolog von Günti – dem Stadtmaskottchen!

Günti: Der Günter – ohne „h“ – kam in den schönen Harz spaziert
Und war erstaunlich fasziniert.
Zwischen Quedlinburg und Nordhausen machte er Rast
Und dachte: „Welch ein schöner Platz“
Es plätscherte die Selke schnelle
Und der Günter war recht helle.
Der Kohlberg war recht hochgelegen, um in das Tal hinabzuschauen
Und Günter ließ `ne Burg erbauen.
Er war der erste Güntersmann,
doch bald kamen andere, wie man sich wohl denken kann.
Es dauerte jedoch noch eine längere Zeit,
doch schließlich im Jahr 1281 war es soweit:
Bauer Gerold und seine Frau Adelheid
kauften vom Marienkloster vor Quedlinburg Getreide auf Lebenszeit.
Damit war es nun endlich vollbracht -
Auf Güntersberge wurde schriftlich aufmerksam gemacht!
Sonst hätten wir alle gar nicht gewusst, das Güntersberge existiert.
Und diese 725 Jahrfeier nicht zelebriert...!
Jetzt frag ich mich, was ich euch noch so erzählen kann,
was nützt euch denn das DIES und WANN,
wenn man es sich ja doch nicht merken kann?
- Es sei denn, ihr seid wie ich von hier,
einen Spitzkopf muss man nämlich haben dafür!
Einen Bürgermeister, einen Markt und Städterecht
Erhielt Güntersberge vom Anhaltinischen Fürstengeschlecht.
Der Bär, ihr super Wappentier
Ist in unserem Stadtwappen bis heute die Zier
(...)
Hört ihr’s nicht in den Lüften kreisen?
Nein, das sind auch keine Meisen....
? Psst, seid ruhig, seid still, seid leise – auch sie Frau Meyer.
Es ist, es ist ... der Pleitegeier!!!
Der kreist und kreist und lässt sich über Güntersberge nieder
Immer, immer und immer mal wieder!
Früher lag das an mächtigen Feuersbränden,
die nagten am Rathaus und fast allen anderen Häuserwänden.
Güntersberge brannte fünf Mal nieder
Und da kam der Pleitegeier eben immer wieder...
Aber in diesen heutigen Stunde
Kreist der Pleitegeier aus anderem Grunde
Dieses Mal ist es der Kanalbau für Wasser und Kacke!
Vom Riesenkrach der Bagger bekommt man `ne Macke!
Das Stadtsäckel von Güntersberge wird geleert,
da bleibt leider auch kein Einwohner unversehrt!
(...)
Schließlich wohnen wir im schönen Harzer Land,
in dem Sagen, Märchen und Wunder bekannt!
Seid nun Teil des Märchens „nach Güntersberger Art“
Und begebt euch mit uns auf große Fahrt
In Güntersberge ist alles möglich, wie ihr wisst,
ob Märchen, Sage oder Wahrheitspflicht.
Die Güntersberger Spitzköppe laden Sie nun ein,
bei der „Goldenen Gans“ zu Gast zu sein!

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